|
von Helpenstein
|
![]()
Historischen Hintergrund zu Harper von Helpenstein Wir haben hier einige historische Fakten zusammen getragen, die die adelige Stellung des Harper von Helpenstein darlegt. Das Gruppenmitglied (Bürgerlicher Name: Markus Capelle) ist der Enkel mütterlicher seits des letzten urkundlich erwähnten "Von Helpenstein":
Die niederrheinische Helpenstein
Abschrift aus: Die Helfensteinvon Dr. A. Helfenstein Geschichtlicher und genealogischer Aufriss der Helfensteinischen Stämme, Sippen, Zweige und Familien. Druck: Buchdruckerei Wallimann, Beromünster 1972 Die Helpenstein waren ein mächtiges Dynastengeschlecht an der unteren Erft, einem Flüsschen, das in der Eifel entspringt und bei Düsseldorf in den Rhein mündet. Hier stand einst auch ihre Stammburg auf einer, wie allgemein angenommen wird, künstlichen Erdaufschüttung inmitten eines Weihers zwischen Holzheim und Kapellen. Möglicherweise unterhielten die Burgherren daselbst auch eine eigene Kirche und einen eigenen Geistlichen, so wenigstens fände das dortige, jährliche Kirchweihfest eine plausible Erklärung. Von hier aus erstreckten sich ihre Besitzungen östlich bis an den Rhein, ja sogar über diesen Hinweg, westlich bis an den Liedberg und Glehn, und, isoliert davon, gehörte ihnen ein größerer Landstrich an der holländischen Grenze. Im Einzelnen bestanden sie nach Dr. E.W. Gatzen und andern aus Hoisten, Grimmlinghausen, Schlich bei Glehn, Neukirchen, Rosellen und Norf. Früher gehörte wohl auch Hülchrath und Liedberg dazu. Anlässlich einer Teilung der Herrschaft Anno 1331 werden auch die Güter in Grevenbroich, Treyst, Scherfhausen, Mulfort, Mühlenstatt zu Glehn, Usbeck, das Schwendehofgut in Speck und natürlich Helpenstein aufgezählt. Ein weiteres Verzeichnis spricht von Grund und Boden zu Omagen bei Harff und zu Hockstein bei Reydt. Gegen die holländische Grenze hin lagen ihre Besitzungen Arsbeck, Rödgen, Dalheim, Steinkirchen, Orsbeck und Wassenberg. Dazu kamen Ackerzelgen zu Herzenheim bei Römmerskirchen, Gerichtsrechte in Holzkirchen, Neukirchen, Rosellen und Norf, das Kirchenpatronat zu Glehn und Steinkirchen, die Vogtei, Gerichts- und Landeshoheit zu Schlich und Glehn sowie das Hülchrather Burglehen Horr. An Einkünften bezogen sie daraus Geldsteuern, Weizen, 15 Kapaune oder Hühner u.a.m. Diese großen Güter und die damit verbundenen Hoheitsrechte, legitimierten sie zu Führung von Adelstiteln wie Edler, Edelherr, dominus, nobilis, nobilis vir, miles, Junker und Graf. Sie nahmen also nach Stand und Würde eine ähnliche Stellung ein wie die Helfenstein auf dem Ehrenbreitstein, und es ist somit auch nicht verwunderlich, dass es auch bei ihnen zu ehelichen Verbindungen zu hochadeligen Geschlechtern kam. Aber noch in einer anderen Hinsicht gab es zwischen beiden Sippen Parallelen: beide standen als souveräne Grundherren zugleich in einem Lehen- und Vasallenverhältnis zu einem Erzbistum, die Helfenstein zu dem in Trier, die Helpenstein zu dem von Köln. Dr. E.W. Gatzen, Düsseldorf, bringt den Namen Helpenstein mit der nordischen Todesgöttin Hel (Helpertha) in Verbindung. Auf der Stätte der späteren Burg könnte ihr, so meint er, kultisch gehuldigt worden sein. Die Edelherren von Helpenstein führten im Laufe der Zeit verschiedene Siegel und Wappen. Das erste und älteste ist das mit den drei zickzackig angeordneten Balken. Danach bürgerte sich ein völlig anderes ein. Dieses stimmt sowohl nach Aufteilung des Schildes als auch figürlich mit denen einer ganzen Reihe von Vasallen des Erzstiftes Trier, auch mit den Herren von Helfenstein auf dem Ehrenbreitstein überein, d.h. der Schild ist geteilt und zeigt im oberen Felde einen rechtsgewandten, wachsenden, roten, einfach- oder doppeltgeschwänzten Löwen, im untern sechs in drei Reihen angeordneten Lilien und als Helmzier ein rotes Gefäss mit sechs roten Federn. Alle diese Wappen unterschieden sich voneinander nur durch verschieden Farbgebung. Als Grundform für diese zwei helpensteinischen Wappen haben wohl die im Staatsarchiv von Düsseldorf verwahrten zu gelten:
a) für das ältere die drei zickzackig angeordneten Balken, Die helpensteinische Herrschaft an der Erft lässt sich urkundlich bis 1166 zurück verfolgen. Es ist da von einem Erbstreit zwischen den Herren von Helpenstein und von Liedberg die Rede, jene vermutlich von Harper von Helpenstein, dem ersten Verurkundeten der Sippe (1149 - 1166) vertreten. Dabei sollen die Helpenstein Schlich und Glehn sowie Rechte und Einkünfte in Holzheim erhalten haben. Weitere Fakten betreffen die Zeit nach dem 12. Jahrhundert. Vom Autor benutzte Quellen:
Der Grossteil der Unterlagen wurde dem Autor in Form von Auszügen, Publikationen,
Aufsätzen und Briefen von Herrn Theodor Helpenstein in Alsdorf zur Verfügung gestellt.
Diese fussen wiederum in folgende Sammlungen:
|